Meissen - Barockes Porzellan in Köln

verlängert bis 16. Mai 2010

Rechnende Kaufmannsfrau, um 1755, Modell von Johann Joachim Kaendler, Copyright: Marion Mennicken / Rheinisches Bildarchiv

Die bedeutendste europäische Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts wurde am 23. Januar 1710 durch den sächsischen Kurfürsten und König von Polen August den Starken (1670-1733) gegründet. Per Dekret ließ er die Erfindung des Porzellans sowie die Gründung einer Porzellan-Manufaktur in Sachsen feierlich verkünden. Die Produktion wurde noch im Juni desselben Jahres auf der Albrechtsburg in Meißen aufgenommen; das „weiße Gold“ aus Sachsen sollte bald zum begehrtesten Luxusgut der europäischen Fürstenhöfe avancieren. Anlässlich des 300-jährigen Gründungsjubiläums der Meissener Manufaktur präsentiert das Museum für Angewandte Kunst eine hochkarätige Porzellan-Sammlung aus rheinischem Privatbesitz, die bislang noch nie ausgestellt wurde. Die äußerst seltenen und wertvollen Exponate aus dem 18. Jahrhundert – insgesamt ca. 280 Stück – vermitteln sowohl einen Einblick in die vielfältige Produktion der berühmten Manufaktur als auch in die raffinierte Kultur und Geisteswelt des barocken Zeitalters. Schwerpunkte der Sammlung bilden die herausragende Porzellanplastik, eine große Anzahl an fein bemalten Schnupftabakdosen, so genannten Tabatieren, darüber hinaus aber auch prunkvoll mit Chinoiserien, Landschafts- und Kauffahrteiszenen sowie Blumenmalereien verziertes Tafelgeschirr.