Wilhelm Riphahn. Architekt in Köln

verlängert bis 6. März 2005

Wilhelm Riphahn (25.7.1889 – 27.12.1963) hat als Architekt für die Stadt Köln herausragende Bedeutung. Er prägte große Bereiche seiner Heimatstadt mit bauhistorisch bemerkenswerten Einzelleistungen und Gebäudeensembles. Dabei war er vielseitig wie kaum ein anderer, sein Oeuvre umfasst Villen, Siedlungen und Hochhäuser ebenso wie Theater, Fabriken und eine Kirche. Noch zu seinen Lebzeiten sprach man in Köln von der „Ära Riphahn“.
Für seine eindrucksvolle Kreativität sprechen unter anderem die Planung für die Gesamtgestaltung der Hahnenstrasse mit British Council („Die Brücke“, 1950) und Lichtspielhaus (1948), das Turmhaus an der Schildergasse (1956) und vor allem das Opern- und Schauspielhaus. Ebenso kompromisslos zweckorientiert und gestalterisch kühn waren auch einige Privathäuser, darunter das Haus des Sammlers Josef Haubrich. Riphahns Person und Werk wurde 1953 durch den „Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen“ gewürdigt.
Erstmalig widmet das Museum für Angewandte Kunst dem Werk Riphahns eine umfassende Schau. Neben originalen Plänen und zeichnerischen Entwürfen aus seinem Nachlass vermitteln Aufnahmen Kölner Fotografen wie Werner Mantz, Hugo Schmölz und August Sander sowie Architekturmodelle einen faszinierenden Einblick in Arbeit und Leben des Kölner Architekten. Zeit seines Lebens wollte Riphahn räumliches und konstruktives Denken in seinen Bauten zum Ausdruck bringen. Er hat herausragende avantgardistische Architektur in Köln geschaffen, sowohl im expressionistischen Stil als auch in der Tradition der Bauhausarchitektur.